Einführung

Nachfrage: Wir bitten Freiwillige, die uns diese Seiten zu übersetzen, bearbeiten und anpassen aus dem Englischen Sprache helfen wollen. Bitte kontaktieren Sie uns hier oder in Facebook. Danke sehr.

Willkommen zu unserem
deutschensprachigen Online-Tutorial für die Neuslawische Sprache (NS), einem nicht-kommerziellen Projekt für eine Interslawische Sprache, welches ein Teil
der interslawischen Gemeinschaft ist. Neuslawisch bzw. Interslawisch ist eine konstruierte Plansprache, um eine direkte Kommunikation zwischen Sprechern der verschiedenen slawischen Sprachen zu erleichtern. Es soll eine Dachsprache für Russisch, Ukrainisch, Russinisch, Weißrussisch, Polnisch, Kaschubisch, Ober- und Niedersorbisch, Tschechisch, Slowakisch, Slowenisch, die Serbokroatischen Sprachen, (Slawo-)Mazedonisch, Bulgarisch und diversen anderen Varietäten sein. Mehr als die Hälfte des europäischen Territoriums wird von slawischsprechenden Menschen bewohnt. Etwa 300 Millionen Menschen sprechen eine slawischen Sprachen als Muttersprache und etwa 400 Mio. inklusive Zweitsprecher.

Europäische Länder mit einer slawischen Amtssprache (Quelle: Wikimedia)

Die slawischen Sprachen sind in vielen Punkten stark kompatibel. Kenntnisse einer einzigen slawischen Sprache sind oft ausreichend, um zumindest eine grobe Vorstellung davon zu haben, was in einem Text, der in einer anderen slawischen Sprache ist, beschrieben wird. Im Laufe der Geschichte hat diese Tatsache viele Linguisten dazu inspiriert, eine universelle slawische Dachsprache zu erstellen, welche verständlich für alle Slawen sein würde. Die wohl berühmteste davon ist das Altkirchenslawisch - entwickelt von Kyrill (Konstantin) und Method (Michael) - aus dem 9. Jahrhundert oder Dutzende von anderen Projekten aus dem 16. Jahrhundert. Was sie gemeinsam haben, ist, dass sie alle auf der Annahme basieren, dass die slawischen Sprachen ähnlich genug sind, sodass eine Dachsprache überhaupt möglich ist.

Neuslawisch ist so konzipiert, dass folgende drei Prinzipien zusammen harmonieren:
  1. Eine Grammatik sowie ein Wortschatz, welche möglichst nah an den heutigen slawischen Sprachen sind, sodass das Verstehen dieser Sprache für alle slawischsprechenden Personen gleichwertig verständlich ist, ohne sie vorher zu erlernen.

  2. Einfach zu erlernen für Leute, die diese Sprache aktiv nutzen möchten. So können Personen nichtslawischer Herkunft diese Sprache als das Tor zur der großen slawischen Welt nutzen. Des Weiteren kann Neuslawisch sowohl nichtslawisch- als auch slawischesprechenden Personen helfen eine der heutigen slawischen Sprachen besser zu verstehen oder gar zu erlernen.

  3. Neoslavonic continues the tradition of the Old Church Slavonic language (OCS). OCS was the first literary Slavic language, believed to have been artificially developed in the 9th century by two Byzantine Greek missionaries Saints Kyrillos and Methodios, who were credited with standardizing the Slavic dialects and were using it for translating the Bible and other ecclesiastical texts as the tool of the Christianisation of the Slavic people. OCS is still frequently used by the Orthodox Church and sometimes also by the Roman-Catholics in many Slavic countries up to the present days. NS is designed as the modernized and simplified but still sufficiently compatible version of this language.  
Interslavic language is not only one of its kind. In the last two centuries, there was proposed a lot of very similar constructed languages​​. The greatest progress in this matter we re-use has been made ​​in the 19th by the Slovenian priest and linguist Matija Majar Ziljski and the Czech translator and writer Václav František Bambas. Moreover, the successful projects of reconstruction of the modern Serbian, Czech, Slovak, Indonesian, Arabic and Hebrew language have inspired our project as well.


Why do we need an artificial Slavic language?

We know
that one half (maybe yet more) of the total number of Slav-speaking people has Russian language.
If the Russian language would be sufficiently simple and understandable to other Slavs without learning, our project would be unnecessary. Unfortunately it is not. Russian is far from the imaginary linguistic center of Slavic languages. It has a specific alphabet, phonetics, grammar and vocabulary without the universal Slavic validity. The very similar situation we have in all modern Slavic languages, above all in other candidates for the universal Slavic language (e.g. Polish).


Indo-European language tree (from Nature 449, 665-667, Oct. 2007)

Our strategy is to develop and broadcast this auxiliary language in such way that it can be naturally incorporated into the collection of spoken Slavic languages as an auxiliary tool enabling international dialogue, knowledge and cultural transfer without the need of translating information into several national languages.

Our experience is that speakers of Slavic languages tend to perceive Neoslavonic (Interslavic) as either an ancient or remote dialect of their own native language, or a neighboring language closely related to their own. People are often surprised how much they can understand of it.